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Alt 29.07.2010, 19:08   #1
Kaiger
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Standard VW legt Milliarden für Expansion beiseite

Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/indust.../50150416.html

Zitat:
Der Autobauer peilt das beste Jahr aller Zeiten an und rüstet sich für mögliche neue Zukäufe. Die Barmittel der Wolfsburger schwellen um über 40 Prozent auf fast 18 Mrd. Euro an. Im Blick haben dürfte Wolfsburg den Lkw-Bauer MAN. von Gregor Haake

Mit kräftig steigendem Gewinn und auf 17,5 Mrd. Euro deutlich angeschwollenen Barmitteln bereitet sich VW auf die Expansionsstrategie der nächsten Monate und Jahre vor. "Nun kann Volkswagen MAN übernehmen und danach die ganze Welt", sagte Arndt Ellinghorst, Analyst der Bank Credit Suisse. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch will einen Konzern bilden, der vom Motorrad über Pkw und Transporter bis zu Schwerlastern alles im Angebot hat. Zudem wollen die Wolfsburger bis spätestens 2018 Toyota als weltgrößten Autobauer ablösen.

Um die Unternehmensziele erreichen zu können, brauchen die Niedersachsen viel Geld. Allein die schrittweise Übernahme des Sportwagenbauers Porsche kostet insgesamt etwa 16 Mrd. Euro. Ende vergangenen Jahres kaufte VW bereits die Hälfte des Autogeschäftes der Stuttgarter, 2011 soll das Unternehmen komplett integiert werden. Zudem will der Wolfsburger Konzern die Salzburger Autohandelsgesellschaft von Porsche übernehmen.

Experten erwarten zudem, dass Volkswagen demnächst seinen Anteil am Münchner Nutzfahrzeughersteller MAN von knapp 30 Prozent der Stimmrechte erhöht. Am schwedischen Rivalen Scania besitzt VW bereits die Stimmrechtsmehrheit. Volkswagen hatte jüngst einen neuen Vorstandsbereich geschaffen, um seine Beteiligungen an den Lkw-Bauern zu bündeln.

Beobachter rechnen zudem damit, dass VW die im Januar erworbenen knapp 20 Prozent am japanischen Kleinwagen- und Motorradspezialisten Suzuki auf mittlere Sicht nicht reichen werden. Zudem gibt es immer wieder Gerüchte, VW begeistere sich für die zum Fiat -Konzern gehörende Marke Alfa Romeo. In Italien griffen die Deutschen in diesem Jahr bereits zu. Sie übernahmen das Designstudio Italdesign Giugiaro.
Zudem will VW stärker in den wichtigen Schwellenländern investieren. Allein in China sollen bis 2012 zusätzlich 1,6 Mrd. Euro ausgegeben werden. Zusammengenommen liegt das Investitionsvolumen der Wolfsburger in der Volksrepublik bei 6 Mrd. Euro. Dort und in den USA sollen neue Werke entstehen.

Zudem verschlingt die Entwicklung von Elektroautos viel Geld. "Unsere umfangreiche Modellpalette werden wir gezielt erweitern, um so unsere Wettbewerbsposition auf dem Weg zum weltweit führenden Automobilhersteller konsequent auszubauen", kündigte Konzernschef Martin Winterkorn an.

Insgesamt legte die Nettoliquidität im Automobilbereich (ohne Finanzdienstleistungen) um 42,2 Prozent auf 17,5 Mrd. Euro zu. Aus der erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung waren dem Unternehmen im März bereits rund 3 Mrd. Euro liquide Mittel zugeflossen. Im zweiten Quartal kamen noch ein mal rund 1,1 Mrd. Euro hinzu.

Im Tagesgeschäft fährt Europas größter Autobauer der Konkurrenz auch ohne staatliche Abwrackprämie davon. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 20,7 Prozent auf 61,8 Mrd. Euro. Der Nettogewinn vervierfachte sich fast und liegt nun bei 1,82 Mrd. Euro. Das teilte VW am Donnerstag in Wolfsburg mit. Mehr als verdreifachen konnte der Konzern das Ergebnis vor Steuern, das nach den ersten sechs Monaten 2,6 Mrd. Euro erreichte. Das operative Ergebnis stiegt von 1,2 auf 2,8 Mrd. Euro.
Vor allem die Kernmarke Volkswagen Pkw erzielte deutlich höhere Gewinne als im Vorjahr. Das operative Ergebnis erreichte 1 Mrd. Euro, nach nur 200 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Den höchsten Anteil zum operativen Ergebnis des Konzerns steuerte wieder die Premiummarke Audi bei - mit 1,3 Mrd. Euro.

"Das Ergebnis des ersten Halbjahres hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen", sagte VW-Chef Martin Winterkorn. Zu der rasanten Entwicklung trugen unter anderem der boomende chinesische Markt, aber auch günstige Wechselkurseffekte bei, die VW besonders in Nord- und Südamerika zugute kommen.


Die Börse reagierte mit Kursgewinnen auf die Quartalszahlen. Mit einem Plus von zeitweise vier Prozent stiegen die Papiere auf 81,75 Euro. "Das sind sehr starke Quartalszahlen", sagte ein Analyst in einer ersten Einschätzung. "Die Aktie verdient es, weiter hoch zu gehen." Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: "Volkswagen ist ein typischer Massenmarkt-Hersteller - und wenn auch die profitieren, ist das ein gutes Zeichen für die gesamte Autoindustrie, die ja ein wichtiges wirtschaftliches Standbein in Deutschland darstellt."


Seinen Absatz steigerte der Wolfsburger Konzern bis Juni um 16 Prozent auf 3,57 Millionen Fahrzeuge und erzielte damit einen Rekordwert. In Europa dagegen entwickelte sich das Wachstum mit 4,7 Prozent schwächer. Konzernchef Winterkorn geht dennoch von einem Absatzrekord für das Gesamtjahr aus. Allerdings würden Umsatz und Gewinn im zweiten Halbjahr nicht mehr so kräftig steigen wie in den ersten sechs Monaten.


VW hatte erst Mitte Juni seine Gewinnprognose angehoben. Damals hatte der VW-Vorstand mitgeteilt, 2010 dürften Absatz und Gewinn des Vorjahres "deutlich übertroffen werden". Im Abwrackprämie-gemilderten Krisenjahr 2009 lag der Absatz des VW-Konzerns bei 6,3 Millionen Fahrzeugen und der operative Gewinn bei 1,9 Mrd. Euro.
Vielleicht nimmt man mal was von den Barmitteln und stellt endlich Seat wieder vernünftig auf die Beine
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Alt 29.07.2010, 19:10   #2
Tomir32
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Ich würde SEAT eher verkaufen!
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Alt 29.07.2010, 19:15   #3
BlaSh
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Ich auch, aber an wen?
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Alt 29.07.2010, 20:49   #4
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Zitat:
Zitat von BlaSh Beitrag anzeigen
Ich auch, aber an wen?
An die Chinesen?
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Alt 29.07.2010, 21:27   #5
Dennis30
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Übrigens erwirtschaftet VW mit seinem Zubehörgeschäft mehr als Seat mit seinem Plastikkugeln.
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"Solange man in chinesischen Flüssen seine Fotos entwickeln kann, ist es nicht sehr sinnvoll, den autobedingten CO2 Ausstoß mit unfassbarem Aufwand um 0,02% zu senken."
(Bodo Buschmann, Geschäftsführer Brabus)

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Alt 29.07.2010, 22:54   #6
GolfTDI4motion
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Zitat:
Zitat von Kaiger Beitrag anzeigen
Vielleicht nimmt man mal was von den Barmitteln und stellt endlich Seat wieder vernünftig auf die Beine
Das wären dann "sunk costs"...gar nicht gut

Seat muss schon selber wieder Fuß fassen. Ich meine, die Spanier proftieren ja jetzt schon enorm von VW bzw. von Audi: Sie bekommen die Plattformen, die Technologie, alle Aggregate, selbst abgeschriebene Anlagen wie für den Exeo gibt's vom Mutterkonzern - und trotzdem schreiben die keine schwarzen Zahlen

Die kommen einfach nicht auf die erforderlichen Stückzahlen, um halbwegs aus eigener Kraft profitabel zu sein. Außerdem sind die Modelle zu günstig, um viel daran zu verdienen - ein Teufelskreis.

Ohne den permanenten Technologie-Transfer und die Unterstützung von VW könnte sich Seat nicht über Wasser halten und wäre schon längst einem Martkbereinigungsprozess zum Opfer gefallen


Gruss
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Alt 29.07.2010, 23:28   #7
Kaiger
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Seat braucht m.E. einen neuen Cordoba für die Südeuropäischen Märkte und einen "Sportflitzer" um das Image zu schärfen, sonst find ich den Ibiza ganz ok und "spannender" als den Fabia.

Der Leon muss halt noch etwas durchhalten und der Nachfolger als Kompakt/Kombi kommen, genau wie Altea - wobei man da nur eine Variante machen sollte ohne XL oder sonstwas. (Diese Plaste-Ungeheuer Freetrack gibts ja zum Glück nich mehr ). Immerhin gibts ja inzwischen sogar einen Cupra R mit dem Motor aus Rocco R & Co., wie mir auffiel

Das man den alten A4 verwurstet - was mit Sicherheit kein schlechtes Auto ist - und das auch noch auf den ersten Blick sieht war/ist eigentlich schon ein No-Go für den Exeo ("Da kauf ich mir lieber das Original"). Der kann nur noch als Firmenauto oder so an den Mann gebracht werden, hätte man hier vllt mehr investiert und das Erscheinungsbild etwas mehr abgeändert sähe das vllt anders aus.
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Alt 29.07.2010, 23:32   #8
BlaSh
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Zitat:
Zitat von Tomir32 Beitrag anzeigen
An die Chinesen?
Ich denke es wird noch länger dauern als man denkt bis die in Europa Fuß fassen, egal ob mit eigenen oder eingekauften Marken. Ich denke jeder potentielle Käufer weiß das Seat ohne das VW-Image keinen Heller mehr wert ist, deswegen wird sich keiner finden der die Bude kauft. Subtrahiert man von Seat mal die zugelieferte Technologie (Plattformen, Technik und Motoren) von VW und Audi, was bleibt dann noch? Eine (zweifelhafte) Designbude mit Produktionsstandort.

Zitat:
Zitat von GolfTDI4motion Beitrag anzeigen
Seat muss schon selber wieder Fuß fassen. Ich meine, die Spanier proftieren ja jetzt schon enorm von VW bzw. von Audi: Sie bekommen die Plattformen, die Technologie, alle Aggregate, selbst abgeschriebene Anlagen wie für den Exeo gibt's vom Mutterkonzern - und trotzdem schreiben die keine schwarzen Zahlen
Die Schuld trägt imho immernoch VW. Ich denke mal letztendlich muss jedes Modell aus WOB oder IN durchgewunken werden. 3 Marken im Konzern die mehr oder weniger das selbe Segment bedienen ist einfach zuviel, klar das irgendwann eine Marke wegstirbt. Man hätte gut daran getan mit Seat Nischen zu bedienen, entweder mit sehr preisgünstigen Autos für die Südländer (daher kommt Seat schließlich) oder eben konsequent sportlich (meinetwegen Coupés auf Golf- oder Polo-Basis unterhalb von Audi).

Letztendlich bleibt das Problem was 'das fahrende Volk' ja hier schon seit Jahren beschreit. Das Design ist oft grausam und Innenraumanmutung unter aller Sau. Weil an diesen Punkten zu lange nicht eingegriffen wurde, tut mir auch jeder rote Euro für VW nicht leid.
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Alt 29.07.2010, 23:37   #9
XPert
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Ach Seat.. Was haben die für eine Modellpalette?

  • Ibiza: Netter Kleinwagen, der sich nicht verstecken muss. ABER: Es fehlt die offenbar in einigen Märkten dringend gefragte Stufenheckvariante. Warum??
  • Leon: Prollig- und altgewordener Kompaktwagen, dessen Variantenanzahl sich auch in Grenzen hält. Wo ist das Stufenheck? Wo der Kombi?
  • Altea: Noch das stimmigste Auto. Ein recht hübscher Van, zumindest in der Kurzvariante. Allerdings: Warum sollte ich die praktischen Nachteile des Autos im Vergleich zum Touran in Kauf nehmen nur um einen Seat zu fahren?
  • Exeo: Seat hat zwei Designlinien: Altea+Leon und Ibiza. Jetzt hat man auch noch den Exeo, ein alter A4 der zu keiner der beiden Linien passt. Sicher ein gutes Auto, aber zu Seat passt er nicht.
  • Alhambra: Das gleiche: Schon drei Linien bisher: da Silva (Altea/Leon), Donckerwolke (Ibiza), Alt-Audi (Exeo) und jetzt noch oben drauf Neu-VW (Alhambra). Passt genauso wenig wie der Exeo in die Modellpalette.
Resultat: Seat hat noch zwei brauchbare Modelle, von denen das eine in der Designlinie schon hoffnungslos veraltet ist. Also noch ein gutes Modell, der Ibiza, der aber an seinen wenigen Varianten krankt und jüngst noch einen auffallend hässlichen Kombi bekommen hat.

Eieiei..

Gruß XPert
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Alt 29.07.2010, 23:48   #10
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Zitat:
Zitat von BlaSh Beitrag anzeigen
Man hätte gut daran getan mit Seat Nischen zu bedienen, entweder mit sehr preisgünstigen Autos für die Südländer (daher kommt Seat schließlich) oder eben konsequent sportlich (meinetwegen Coupés auf Golf- oder Polo-Basis unterhalb von Audi).
Ok, aber eine Nischenmarke kann auch nur überleben, wenn sie profitabel ist. Das heißt entweder exklusive Produkte zum entsprechenden Preis oder massenhaft Billigwagen à la Dacia.

Der erste Fall scheidet aus, denn dazu bietet Seat kein Image, außerdem gibt es bereits Marken im Konzern, die das übernehmen.

Beim zweiten Fall gibt es auch Probleme. Seat fertigt nicht in Rumänien, sondern in Spanien, d.h. höhere Lohnkosten. Außerdem dürfte der südländische Markt zu wenig Potential bieten, um allein davon satt zu werden bzw. die Kosten gewinnbringend decken zu können.

Der oben erwähnte Weg, sportliche, günstige und zielgruppenorientierte Modelle anzubieten, hat Seat ja eingeschlagen, nur leider bislang ohne Erfolg.

VW hätte besser die Marke Seat irgendwann einschlafen lassen und nur noch die Standorte zur eigenen Fertigung nutzen sollen. Denn im Prinzip deckt man mit Skoda, VW und Audi in Europa schon alle Bedürfnisse ab. An den Standorten hätte man ja dann unterm VW oder Skoda-Label spezielle Ausstattungs- und Modellvarianten für Spanien bspw. fertigen können.


Gruss
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